nordlicht-development

Ich bügle Ihre Website, während Sie sie anbehalten!

Neben den Piraten und dem Stricken habe ich noch eine andere Leidenschaft: Nähen.
Hier sind ein paar Projekte, die ich plane:

Das Walkaway Dress (Butterick 4790)

Ein raffiniertes Kleid mit einem überraschend einfachen Schnitt.

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Die Idee

Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige, der immer mal wieder der eine oder andere Gegenstand in die Hand fällt und denkt: Hm, den wollte ich auch schon immer mal bei eBay verticken

Was wäre, wenn alle Berliner Piraten genau diese Sachen rauskramen und zwecks Fundraising spenden würden?
Wir könnten dann entweder eine Versteigerung oder einen Flohmarkt damit machen, und den Erlös spenden!

Die Spenden

Ich fange mal an: ich spende hiermit

  • Practise English für Nintendo DS, original-verschweißt
  • eine nagelneue Pandora-Perle
  • den Anfang der Sandman-Series von Neil Gaiman.
    (Ich bin irgendwann auf die Sammelbände umgestiege, deshalb brauche ich die Einzelausgaben nicht mehr.
    Müssten acht oder neun Ausgaben sein)
  • Splinter Cell für PSP, einmal angespielt (nicht abgebildet)

Alex hat eine aktive DVB-T Antenne von Vivanco und ein Buch gespendet:

Ich fände es schön, wenn Ihr jeweils noch ein oder zwei schöne Teile zuhause finden würdet, bei denen zu erwarten ist, das ein anderer Pirat dafür mindestens fünf Euro (?) ausgeben würde.
Das bringt vielleicht mehr, als wenn jeder zwei Umzugskartons mitbringt, die seit der Auflösung von Omis Nachlass im Keller stehen :-D

Fragen über Fragen

Jetzt stellen sich natürlich noch ein paar Fragen zum Detail:

Wann und wo könnte man sowas veranstalten?
Kann man einfach auf der Landesmitgliederversammlung einen Tapeziertisch aufstellen?
A propos: Kann mir einer einen Tapeziertisch leihen ;-)
Flohmarkt oder Auktion? Beides?
Wie muß das mit den Spenden laufen, damit das alles seine Richtigkeit hat?

Ich würde mich sehr über Euren Input und Eure Ideen freuen. Schreibt einfach einen Kommentar!

Packen wir’s an!

Wenn Ihr das für eine gute Idee haltet, und ein paar Sachen spendet, würde ich die ganze Aktion auch gerne organisieren.

Wenn Ihr das für eine blöde Idee haltet, oder sonstige Kritik anzubringen habt, bin ich natürlich auch ganz Ohr.

Update 5.2.:
Mich erreicht folgender Tweet von Alex:
“Ich erhöhe mal noch um BioShock und DeadSpace für die PS3, liegt eh nur rum (FSK18)”
Danke schön, das ist ausgesprochen großzügig!

Ich habe gerade ein paar interessante Artikel zum Thema Nice Guy™ gelesen, und möchte an dieser Stelle noch eine Facette präsentieren, die mir dazu einfällt:

Wo kommt der Mythos des Bad Guys her, von dem Frauen sich so gerne abschätzig behandeln lassen?

Die Tatsache, daß der Nice Guy™ normale Männer für Bad Guys hält, die Frauen routinemäßig schlecht behandeln, zeigt, dass der Nice Guy™ ein völlig verschrobenes Verständnis davon hat, wie eine Beziehung zwischen Mann und Frau auszusehen hat.

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Ich hatte ein interessantes Gespräch mit meiner Mutter.

Ich hatte mich daüber beschwert, dass im Umfeld der EMMA, insbesondere in den Foren so vernichtend über die Piraten geschrieben wird, ohne dass die Autoren sich näher mit den Piraten beschäftigt hätten.

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Der 28C3

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Ich habe weite Teile der letzten Woche auf dem 28C3 zu gebracht.

Mein Fazit lässt sich wie folgt zusammenfassen: Du blöde Kuh, du lebst seit 14 Jahren in Berlin, und kriegst es jetzt erst gebacken, dahin zu gehen???

Nun etwas genauer:

DIE VORTRÄGE

  • What is in a name – Christoph Engemann
    Der erste Teil des Vortrages war ausgesprochen informativ. Es wurde beleuchtet, warum gerade im Nachgang der Reformation die katholische Kirche mir ihren Taufregistern dazu beitrugen, dass Namen zu ersten Mal im großen Stil festgeschrieben wurde.
    Es folgte ein geschichtlicher Abriss, der sich bald darauf beschränkte, verschiedene Möglichkeiten zu beleuchten, mit denen der Staat das Individuum eindeutig benennen konnte, indem man zum Beispiel eine Handvoll physikalischer Merkmale auf ein Dutzend Buchstaben eindampfte. Das war interessant, aber irgendwie nicht das, was ich erwartet habe.
  • Macro dragnets: Why trawl the river when you can do the whole ocean – Redbeard
    Eines meiner Highlights des Kongresses: ein großartiger Vortrag über die Datensammelwut aller möglichen Firmen, was sie mit den Daten anfangen, und wie sie untereinander vernetzt sind. Scary Stuff!
    Und Redbeard kriegt mein Goldenes Mikro für den besten Entertainer des Congresses.
  • Time is on my side – Sebastian Schinzel
    Wirklich interessant. Ich wäre im Leben nicht darauf gekommen, dass programm-ablaufstechnisch bedingte Unterschiede in den Reaktionszeiten bspw einer Login-Seite auch durch das Rauschen einer Internetverbindung noch so genau gemessen werden kann, dass ein Angreifer daraus relevante Informationen ziehen kann.
  • Deceiving Authorship Detection – Michael Brennan, Rachel Greenstadt
    Ein weiterer hochinteressanter Vortrag, insbesondere für mich als gelernten Linguisten
  • Datenvieh oder Daten-Fee – Rene Meissner
    Ein aufschlussreicher Blick hinter die Kulissen der Tracking-Mafia :-) insbesondere, für uns Webdeveloper, die die Trackingcodes immer einbauen müssen, ohne je wirklich zu erfahren, wie diese Daten (miß)braucht werden.
  • New Ways I’m Going to Hack Your Web App – Jesse Ou, Rich
    Hier ging es um drei Hacks, die kombiniert für schlimme Dinge benutzt werden können.
    Der Vortrag war mir an einigen Stellen zu technisch, jedoch werde ich versuchen, die Sache mit dem Click-Highjacking noch mal nachzuvollziehen.
  • Fnord-Jahresrückblick
    Ganz großes Kino!
    Mehr habe ich dazu nicht zu sagen :-)
  • Your Disaster/Crisis/Revolution just got Pwned – Herr Urbach, willowbl00
    Ein inspirierender Vortrag, nach dem ich mich sofort für fünf Jahre verpflichten wollte :-)
  • Lightning Talks Day 4
    Ich war wirklich geplättet von der Vielfalt der Vorträge.
    Was auch immer die Vortragenden im letzten Jahr technisch bewegt hat, hier durften sie es vortragen!

Und sonst so?

  • In das Queer Geeks Panel war ich eigentlich nur durch Zufall geraten, würde es im Nachhinein aber auch nicht missen wollen
  • Die PainStation
    Eine Leihgabe aus dem Games Museum: eine Pongkonsole, die den Spielern tatsächlich per Elektroschocks etc körperlichen Schmerz zufügt. Wie absurd!
  • Das r0ket, das Musthave des Kongresses.
    Nun, das r0ket selbst zusammenbauen war nicht schwer. Was die Flame anging (eine Extension, in der eine RGB-Diode ein Stück graviertes Plexiglas beleuchtet)… Als ich in der Anleitung las “Solder thingamabob A onto watchamaycallit B”, wusste ich, dass ich ein Problem hatte! Ratet, wer seit der sechsten Klasse keinen Lötkolben mehr in der Hand gehabt hat…
    Glücklicherweise hat sich per Twitter eine hilfreiche Seele gefunden, die mir eine Stunde lang das schweissnasse Händchen gehalten hat. Und *jetzt* ratet mal, wer lange nicht so einen Spass gehabt hat. SOLDER ALL THE THINGS!
  • Club Mate.
    Nein danke, immer noch nicht. Auch nacht der siebten Flasche nicht. Und auch nicht in Form vorn Mate Cola.

Ja, ich glaube, das war’s erst mal…

Auf dem 28c3 ist mir einer meiner Leser begegnet. So richtig mit Real Life und so.
(das ganze trug sich übrigens nach dem Queer Geeks Panel auf dem 28c3 zu)

Er hat scharfe Kritik an meinem Post “Piraten und Gender” geäussert, woraufhin wir uns ein Bier gekauft haben und uns über eine Stunde lang unterhalten haben.

Dieses Gespräch hat mich ausgesprochen nachdenklich gemacht.
Und ich denke immer noch auf bestimmten Argumenten und Anmerkungen herum.

Das einzige, was ich jetzt schon als festes Ergebnis für mich aus diesem Gespräch ziehe, ist das selbst Frauen wie ich – Frauen, die sich noch nicht sicher sind, was es bedeutet eine politische Frau zu sein – sich dennoch an der Genderdiskussion sowohl innerhalb der Piratenpartei als auch ausserhalb beteilligen *müssen*

Das ist als Ergebnis eigentlich nicht so weltbewegend, dass es einen eigenen Blogpost lohnt, aber ich wollte meinen Kritiker wissen lassen, dass unser Gespräch mich berührt, verwirrt und ein Stück weit aus der Bahn geworfen hat.
Ich denke noch nach.
Wenn ich zu weiteren Ergebnissen komme, werde ich Euch das wissen lassen :-)

I am still looking for a standard ticket for the 28c3, and to heighten my chances while not encouraging black market prices I will offer to pay the full price PLUS a hand-knit hat of the seller’s choice and design.

Here’s a few options:

The fabled FORNICATING DEER HAT:


Fornicating Deer hat by meowserpurrrls

BINARY CABLE HAT


Binary Cable hat by The Bees
Binary information encoding in cables :-)

WE CALL THEM PIRATES

The design of this hat could also be replaced with your design :-)

These are just a few possible designs, I could also knit you a Yoda or R2D2 hat, you name it…

Please contact me @DanielaKayB or under oh-one-seven-nine seven-seven-nine oh-three five-nine (German mobile)

So, der Herr Freiherr ist also zurück.

Ich bin der Überzeugung, dass man davon ausgehen sollte, dass Menschen aus Fehlern lernen können, und dass man ihnen eine zweite Chance geben sollte.

Dennoch stelle ich fest, dass es an mir nagt, dass Herr zu Guttenberg so sang- und klanglos wieder in der Öffentlichkeit auftaucht.

Und deshalb möchte ich an dieser Stelle noch einmal etwas loswerden:

Die Plagiatsaffaire ärgert mich persönlich besonders, weil Herr zu Guttenberg Leuten wie *mir* und meinen Kommilitonen vor’s Schienbein getreten hat.

Ich habe 16 Semester Diplom-Computerlinguistik studiert. Dem geneigten Leser wird auffallen, dass das nicht gerade Regelstudienzeit war. Ich habe es geschafft, eine Diplomarbeit, die bekanntlich auf sechs Monate angelegt ist, auf drei Jahre zu strecken.

Als ich dann endlich die Diplomurkunde in der Hand hatte, überlegte meine Mutter versonnen “so ein Doktor in der Familie, dass wäre schon was…”

Dann ist ihr eingefallen, dass das wahrscheinlich bedeuten würde, dass ich zwischen Einreichen der Doktorarbeit und Eintreten ins Rentenalters noch ungefähr zwei Jahre Zeit für eine Karriere hätte.

Das ist der Grund, warum ich keinen Doktortitel habe.
Ich habe mir angesehen, was es bedeutet, eine Doktorarbeit zu schreiben und habe erkannt, dass ich das nicht schaffen würde.
Also habe ich es bleiben lassen!

Und deswegen ärgert es mich, dass Herr zu Guttenberg sich ebenfalls in Umständen befunden hat, die eigentlich nicht zum Verfassen einer Doktorarbeit geeignet waren. Und er hat es trotzdem getan, er hat es nur geschafft, weil er im besten Fall geschludert hat und im schlimmsten Fall andere für sich hat arbeiten lassen.

Und was mich besonders ärgert, ist, dass er versucht hat, sich als besonderen akademischen Härtefall hinzustellen. Junger Vater, junger Politiker, Quadratur des Kreises, bla bla BLA!

Ich weiss ja nicht, wie das bei den Großkopferten läuft, bei denen offenbar der Doktor auf dem zweiten Bildungsweg gemacht wird.
Ich weiss nur eins: meine Kommilitonen haben sich gleich nach dem Studium entschieden, einen Doktor zu machen. Sie haben von der Uni gnädigerweise eine *halbe* Doktorandenstelle verabreicht bekommen.
Insider wissen, dass das zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel ist.
Also müssen Nebenjobs her.

Bei vielen führen die schlechtbezahlten  Doktorandenstellen dazu, dass die Nebenjobs soviel Zeit fressen, dass den Doktoranden häufig keine Zeit für ihre *eigentliche* Arbeit bleibt.
Ein Teufelskreis.

Meines Erachtens steht also der ganz normale Feld-, Wald- und Wiesen-Doktorand unter  genauso hohem Druck, wie Herr zu Guttenberg seinerzeit.
Sein Rumgewinsel darüber wie schwer das alles war, ist ein Schlag ins Gesicht aller anderen Doktoranden.

Und genau das hat er nie anerkannt.
Sein ganzes Gewäsch darüber, dass es unter diesen Umständen ja geradezu unausweichlich war, dass seine Doktorarbeit nicht den Ansprüchen gerecht wurde, zeigt nur eins: er schiebt die Schuld auf die Umstände, nicht auf sein eigenes Fehlverhalten.
Und das bedeutet, dass er womöglich wieder Abkürzungen nehmen könnte, wenn er sich “schweren” Umständen gegenüber sieht.

Aus all’ seinen Ausführungen kann ich nicht erkennen, dass er irgendwie aus der ganzen chose gelernt hätte.

Deshalb werde ich ihm zwar eine zweite Chance gönnen, ihn aber auch im Auge behalten…

So. Das war’s jetzt zu dem Thema.

Bei den Piraten stellt sich im Zusammenhang mit der Gender-Debatte auch gerne nach der Frage nach dem Terminus “Piratin”, und warum selbiger nicht häufiger verwendet wird. Kein Wunder, dass die Frauen sich bei den Piraten nicht wohlfühlen, wenn man ihnen ihre eigene Ansprache verwehrt.

Um eins gleich klarzustellen: wenn irgendjemand das Bedürfnis hat, sich selber als “Piratin” zu bezeichnen, oder uns als “Piratinnen und Piraten” zu adressieren, dann ist das meiner Meinung nach völlig okay.
Von Missfallensbekundungen darf da gerne abgesehen werden.

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Frei nach Emmanuelle Roser (Spitzen-Blogpost, BTW):

Mein Name ist Daniela, und ich bin Pirat.

Und ich spreche der EMMA das Recht ab, in meinem Namen zu schreiben.

Versteht mich nicht falsch: ich bin den Feministinnen der ersten Stunde unendlich dankbar. Sie haben viel bewegt, und mussten in dieser ersten Zeit unerhört militant sein, um überhaupt etwas zu bewegen.

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